Anja Heinrich | Mitglied des Landtages Brandenburg Direktmandat WK 37
 
















   
Pressearchiv
02.06.2012 - Lausitzer Rundschau - Gabi Böttcher Übersicht | Drucken

Ein Edelstein wird aus dem Gestrüpp befreit

Gärtnerhaus am Elsterschloss soll saniert und wieder genutzt werden / Anja Heinrich: „Ich bin sehr stolz“

Elsterwerda Das Gärtnerhaus im Areal des Elsterschlosses in Elsterwerda soll aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Der Landkreis hat das Gebäude für 1500 Euro erworben, aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes sind jetzt bis zu 100 000 Euro für die Sanierung bewilligt worden. Jetzt geht es zur Sache.  

Foto
Anja Heinrich verfolgt seit 2003 das Ziel, das Gärtnerhaus im Elsterwerdaer Schlosspark aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Foto: gb
Lausitzer Rundschau - Gabi Böttcher - Für Anja Heinrich, Stadtverordnete und zugleich Vorsitzende des Heimatvereins in Elsterwerda, ist das eine lang herbeigesehnte Erfolgsmeldung. Die allerdings nicht vom Himmel gefallen ist. „Seit dem Jahr 2003 habe ich mich immer wieder dafür eingesetzt, dass das Haus von der Stadt übernommen und daraus etwas gemacht wird“, so Heinrich. Aber das Potenzial, das Gebäude zu erwerben und zu betreiben, sei nicht vorhanden gewesen. Bürgermeister Dieter Herrchen (parteilos) bestätigt: „Der Preis, den die Haus- und Grundbesitzgesellschaft mbH, an der die Stadt nur mit sechs Prozent beteiligt war, als Eigentümerin haben wollte, war von keinem privaten oder kommunalen Interessenten zu bezahlen. Jetzt, nachdem die HGE neu aufgestellt ist, gab es eine erfreuliche Entwicklung“, bekundet Bürgermeister Herrchen seine Erleichterung über die neuen, geordneten Verhältnisse. „Das Ensemble des Gymnasiums kann so eine weitere, deutliche Aufwertung erfahren. Es wird ein Edelstein aus dem Dornröschenschlaf erweckt.“

Seit sie im Jahr 2004 immer wieder zu Veranstaltungen im Schlosspark eingeladen habe, sei sie auch regelmäßig mit der Frage nach dem Gärtnerhaus konfrontiert worden, erzählt Anja Heinrich. So mancher habe sogar erstaunt gefragt: Ach, das gibt's noch? Das immer wieder bekundete Interesse an dem Gebäude habe sie darin bestärkt, nicht lockerzulassen. Auch im Heimatverein sei es immer wieder zur Sprache gebracht worden. Um sich fachkundigen Rat und Unterstützung zu holen, hat sich die Elsterwerdaerin mehrmals vor Ort mit dem Landesdenkmalschützer Prof. Detlef Karg getroffen. „Wenn er empfohlen hätte, von diesem Gebäude besser Abstand zu nehmen, dann wäre das ein Argument gewesen. Aber Prof. Karg hat sehr viel Mut gemacht und sich maßgeblich dafür eingesetzt, dass wir uns jetzt über eine Förderung aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes freuen können.“

Die Weichen dafür seien aber schon gestellt worden, indem das Haus in das Eigentum des Landkreises gegangen ist, hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Stübgen bei seinem gemeinsamen Besuch mit dem Europaabgeordneten Christian Ehler in Elsterwerda hervorgehoben. Im April 2012 war das denkmalgeschützte Haus für 1500 Euro von der HGE Haus und Grundbesitzgesellschaft erworben worden. Bereits Ende Februar 2012 war ein Antrag auf Fördermittel aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes an Kulturstaatsminister Bernd Neumann gerichtet worden, bestätigt Elbe-Elster-Landrat Christian Jaschinski (CDU).

Die Bereinigung der Eigentumsverhältnisse sei dafür ein wichtiger erster Schritt gewesen. „Die Entscheidungsbefugnis liegt bei einem Grundstückskauf dieser Größenordnung beim Landrat“, erklärt Elbe-Elster-Kämmerer Peter Hans (CDU). Christian Jaschinski betrachtet es als eine wichtige Aufgabe, das Ensemble des Elsterschloss-Gymnasiums mit seiner viel gepriesenen Besonderheit zu entwickeln. Das Gärtnerhaus passe da als eine Dreckecke nicht dazu. Mit der Sicherung des Eigentums durch den Landkreis seien auch mögliche Konflikte, die sich hätten aus einem Kauf durch Unbekannte ergeben können, aus der Welt geschafft. Jetzt würde von der Kreisverwaltung eine Konzeption für die spätere Nutzung des Gebäudes und die Sanierungsschritte vorbereitet, die dann zur Diskussion stünden. Durch eine neue Raumkonzeption, die das Gärtnerhaus einbezieht, hofft der Landrat auf eine Entschärfung der für den Brandschutz geforderten Investitionen, die zwischen 400 000 und 500 000 Euro liegen und den Anbau einer Stahltreppe im Innenhof beinhalten würden.

Ideen für die Nutzung des Gebäudes im Einklang mit dem Gymnasium im Schloss gibt es viele, so Landrat Jaschinski und Anja Heinrich übereinstimmend. Von zusätzlichen Räumen für das Gymnasium über eine Kunstschule, eine europäische Begegnungsstätte bis hin zu einem Café reicht die Palette.

Auch gebe es keinen Ort, an dem die Geschichte des Elsterschlosses dargestellt werde, sagt die Elsterwerdaer Heimatvereinsvorsitzende. „Ich bin sehr stolz darauf, dass die Schüler auf dem Areal ihres Gymnasiums erleben können, dass sich hier etwas Neues entwickelt“, blickt sie optimistisch voraus

   
Suche
     



Termine
News-Ticker
Presseschau
CDU Landesverband
Brandenburg
Ticker der
CDU Deutschlands
0.59 sec.